Bericht zur Veranstaltung zum Weltpankreaskrebstag am Klinikum Bremen-Mitte 2025
Ernährung während der Chemo
Regionalgruppe RG28 – RG Bremen, Bremerhaven und umzu, 12. November 2025
Ernährungsexpertin Katrin Fuhse sprach mit den Teilnehmenden des Gruppentreffens über die Ernährung während der Chemotherapie und bei Pankreaskrebs
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Entzündungen der Mundschleimhaut sind nur einige der Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Immer wieder kommen Fragen nach dem Umgang mit diesen Problemen in den Selbsthilfegruppen auf. Nicht immer können dort alle individuell beantwortet werden und doch sind es so wichtige Fragen auf dem Weg zur Genesung.
Wie ist Ihr Ernährungszustand?
Mit der Antwort auf vier Fragen zur Beurteilung des eigenen Ernährungszustands beginnt meist der Weg zur Diagnose und damit begann auch unser Gast, Katrin Fuhse, (B. Sc. Diätetik, Diätassistentin Onkologie/VDD) am 12. November 2025 im Klinikum Bremen-Mitte, ihren Vortrag zur Ernährung bei Pankreaskrebs und einer Chemotherapie. Endet der Weg zur Abklärung der Beschwerden in der Diagnose einer Funktionsstörung der Bauchspeicheldrüse oder einem Pankreaskarzinom, wird spätestens dann das Thema Ernährung und die Einnahme der Enzyme für die Betroffenen zu einem ständigen Begleiter. Eine gute Ernährungsberatung ist in der Zeit eine wertvolle Unterstützung.

Um zu verstehen warum es zu Durchfall, Gewichtsverlust, Übelkeit und weiteren Problemen bei einer gestörten Fettverdauung kommt, ist es notwendig die Arbeitsweise und Aufgaben der Bauchspeicheldrüse zu kennen. Gut verständlich und mit einfachen Bildern erfuhren die Teilnehmenden von Katrin Fuhse Grundlegendes darüber. Mit diesem Wissen ging es weiter zu dem Punkt der richtigen Einnahme der Enzyme. Mit ein paar Beispielen zur Berechnung der Dosierung kam die Gruppe schnell von der Theorie zur Praxis. Dass der Blick auf die Verpackung meistens besser ist als auf sein Bauchgefühl zu hören, zeigte sich nicht nur bei der Frage: „Wo ist mehr Fett drin – in der Bratwurst oder in einer Portion Pommes?“. Hätten Sie es gewusst? Eine 100 g schwere Bratwurst mit durchschnittlich 27 g Fett ist hier die richtige Antwort. Wobei 100 g Pommes auch schon rund 20 g Fett hat und es bei beiden Nahrungsmitteln allein durch die Zubereitung zu deutlichen Schwankungen kommen kann. Und wenn Sie sich auf dem Weihnachtsmarkt dieses traditionelle Essen gönnen wollen, woher wissen Sie wie viel Gramm von beidem man Ihnen gerade über den Tresen reicht? Keine Panik! In solchen Fällen nehmen Sie lieber etwas mehr Enzyme als zu wenig.
Tipps und Abschluss
Bevor es zum Schluss die Möglichkeit gab Fragen an Katrin Fuhse und Prof. Dr. Bektas, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Onkologische Chirurgie, zu stellen, gab es noch viele Tipps im Umgang mit den begleitenden Problemen während einer Chemotherapie und bei Pankreaskrebs. Auch Ideen, wie die Beachtung der Essatmosphäre bei Appetitlosigkeit und Snacks in der ganzen Wohnung zu verteilen, oder es bei Durchfall einmal mit getrockneten Heidelbeeren zu versuchen, kamen bei den Teilnehmenden gut an.
Bericht von Elfi Bultjer – Fotos: E. Bultjer / R. Jimenez-Clausen
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