Was machen eigentlich Palliativlotsen?

Regionalgruppe RG28 – Bremen, Bremerhaven und umzu, 18. März 2026

Die Bremer Palliativlotsin zu Gast beim Gruppentreffen in Bremen

Die Selbsthilfegruppe der Bauchspeicheldrüsenerkrankten (AdP) e.V., für die Region Bremen, Bremerhaven und umzu, begrüßte zu ihrem Treffen am 18. März 2026 die Palliativlotsin Elke Ehlert im Klinikum Bremen-Mitte. Die Frage: „Was macht eigentlich eine Palliativlotsin?“, wollten viele Gruppenmitglieder an diesem Tag beantwortet bekommen und brachten auch noch weitere Fragen an Elke Ehlert mit.

Entstehung und Finanzierung des Projekts

Der Einsatz der Palliativlotsin begann in Bremen im Oktober 2019 im Rahmen eines Projekts und wird finanziert aus Spendengeldern des Fördervereins Palliativstation am Klinikum Links der Weser.

Die Idee zu diesem Projekt entstand aus der Überlegung heraus, dass eine professionelle Begleitung, Unterstützung und Orientierungshilfe für schwerkranke Menschen und ihre Zugehörigen bei sozialen Problemen oder Fragestellungen rund um die palliative Versorgung im ambulanten Bereich fehlt. Soziale Arbeit im Palliativ- und Hospizbereich wird nicht durch Krankenkassen finanziert, was schließlich zu dieser Lücke führte. Aber gerade Menschen in palliativen Situationen sind bei sozialen Fragestellungen häufig nicht ausreichend informiert und fühlen sich insbesondere in komplexen Problemstellungen hilflos und allein gelassen.

Aufgaben und Unterstützungsangebote der Palliativlotsin

An dieser Stelle kann die Palliativlotsin eine große Unterstützung sein. Voraussetzung für die Begleitung durch die Bremer Palliativlotsin ist eine weit fortgeschrittene, nicht heilbare Tumorerkrankung und die betroffene Person muss wohnhaft in Bremen oder umzu sein.

Mit Unterstützung der Palliativlotsin werden zum Beispiel folgende Themen geklärt und organisiert:

  • Finanzierung von Hilfen
  • Mögliche Anpassungen der häuslichen Umgebung an die aktuelle Lebenssituation
  • Antragstellung auf Grundsicherung oder einen Pflegegrad
  • Klärung der Frage: „Wer hilft mir, wenn ich zu Hause sterben möchte?“
  • Klärung der Frage: „Wie geht es weiter, wenn es zu Hause nicht mehr möglich ist?“
  • Anmeldung und Finanzierung im Hospiz

Die Palliativlotsin versteht sich unter anderem als Ansprechpartnerin für soziale Belange der Betroffenen.

Reichweite und Grenzen des Angebots

Heute werden in Bremen durchschnittlich 250 Patient*innen im Jahr begleitet. Beraten werden Patient*innen, Ärzte*innen, Pflegedienste und andere unterstützende Personen. Die begrenzten finanziellen Mittel lassen leider keinen Einsatz weiterer Lotsen zu und beschränken dadurch die Beratung auf Tumorpatient*innen in Palliativsituation.

Informationsmaterial beim Gruppentreffen

In der Pause und am Ende des Treffens der Selbsthilfegruppe gab es wieder die Möglichkeit, sich das ausgelegte Informationsmaterial des AdP e.V. anzusehen und je nach Bedarf die passenden Broschüren und Ernährungstagebücher mit zu nehmen.

Autorinnen: Elfi Bultjer, Rosa Jiménez-Claussen | Fotos: Elfi Bultjer


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